Pigmentflecke

Pigmentflecke 2017-05-26T09:12:56+00:00

Näheres zum Pigment Melanin

Unsere menschliche Hautfarbe wird hauptsächlich durch den Gehalt an Pigmenten und die Farbe des Blutes bzw. Lage der Gefäße in der Haut definiert. Das Pigment Melanin kommt dabei in 2 Varianten, je nach genetischem Hauttyp in unterschiedlichen Mengenanteilen, vor: als braunes bis schwarzes Eumelanin und als gelblich-rötliches Phäomelanin.
Melanin wird von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) in der untersten Schicht der Epidermis (Oberhaut) produziert und in Form melaningefüllter Bläschen (Melanosomen) an die umgebenden Zellen abgegeben. Dort legt es sich kappenartig über die Zellkerne in Richtung Hautoberfläche, schirmt deren DNA vor UV-Strahlung sowie Frequenzen des sichtbaren Lichts ab und macht auch freie Radikale unschädlich. Melanin kommt ebenfalls in den Haarwurzeln, in der Iris (Regenbogenhaut) der Augen und der Retina (Netzhaut) des Augenhintergrunds vor.
Die Anzahl der Melanozyten ist bei allen Hautfarben bezogen auf die Körperoberfläche gleich, die Unterschiede ergeben sich durch die Anzahl der Melanosomen und die Melaninmengen.

Welche Arten von Pigmentflecken gibt es?

Verschiedene Stimuli wie UV-Strahlung, hormonelle Reize oder Entzündungsvorgänge können die Aktivität der Melanozyten intensivieren und zu verstärkter Pigmentbildung führen. Je nach Ausdehnung kann diese Hyperpigmentierung dabei lokal begrenzt oder flächig ausgedehnt sein.

Von Sommersprossen (Epheliden) spricht man bei anlagebedingten, kleinen braunen Flecken, die nur selten zu einer ästhetischen Beeinträchtigung führen und auch kein Zeichen der Hautalterung darstellen.

Hingegen werden „Altersflecken“ (Lentigines seniles, Lentigines solares) meist im Gesicht und an den Handrücken als ästhetisch störend empfunden. Studien aus der Attraktivitätsforschung zeigen auch, dass Menschen mit Altersflecken älter wahrgenommen werden als Gleichaltrige mit ebenmäßigem Teint ohne Pigmentstörungen. Eine Hauptursache für Altersflecken sind langjährige UV-Strahlungs-Einwirkungen, auch die kontinuierlich unbemerkten (z.B. bei Spaziergängen oder Sport). Außerdem findet sich in Altersflecken noch eine andere Pigmentsorte, das Lipofuszin (Abnutzungs-, Alterspigment) als Stoffwechsel-Abfallprodukt.

Beim sog. Melasma (Chloasma) treten unregelmäßig geformte, bräunliche Pigmentierungen an Stirn, Schläfen und Wangen, hauptsächlich bei Frauen auf. Ursächlich können anlagebedingte und/oder hormonelle Faktoren, die Anwendung bestimmter Parfums, Kosmetika (z.B. mit Vaseline) oder Medikamente sein. UV-Strahlung (Solarium, Sonnenlicht) wirkt intensiv verstärkend.

Durch pysikalische oder chemische Verletzungen der Haut und andere Entzündungsprozesse (z.B. Hauterkrankungen) oder auch bei unzureichendem Sonnenschutz nach Laserbehandlungen können Pigmentstörungen als sog. postinflammatorische Hyperpigmentierungen auftreten.

Welche Behandlungsmethoden helfen bei Pigmentflecken?

Vor einer Therapie müssen die Pigmentflecke in jedem Fall hautärztlich abgeklärt werden, um bösartige Neubildungen auszuschließen. Handelt es sich um harmlose Veränderungen, gibt es mehrere Möglichkeiten der Behandlung: Bleichcremes, verschiedene Peelingmethoden, Vereisung mit Kälte (Kryotherapie), Laser- sowie IPL (Intense Pulsed Light)-Verfahren. Welche Methode im Einzelfall am wirksamsten ist, muss individuell und dem Hauttyp entsprechend entschieden werden. Wir bevorzugen meist aufgrund unserer exzellenten Erfahrungen und dem gegenüber Laserverfahren deutlich reduzierten Risiko von postinflammatorischen Hyperpigmentierungen unsere Anti-Pigmentierungs- & Brightening-Peelings sowie IPL-Verfahren.

Pigmentflecke erfordern häufig mehrere Behandlungen, da sie sich hartnäckig halten können, und die angewendeten Verfahren nicht zu aggressiv sein dürfen, um nicht wiederum neue Pigmentstörungen zu verursachen. Nach der Behandlung kommt das Zweitwichtigste, die Nachsorge: Es müssen ein dauerhafter und hoher UV-Schutz ganzjährig angewendet und ungeschützte Sonneneinstrahlung konsequent vermieden werden. Unter diesen Voraussetzungen können mit den genannten Behandlungsmethoden sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

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